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Schlagzeuger Ricky Lawson über Michael Jackson

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  • Schlagzeuger Ricky Lawson über Michael Jackson

    Der ehemalige Michael-Jackson-Drummer ist international eine Größe.

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ID: 930546So ist er etwa auf dem "Bodyguard"-Soundtrack, dem meist verkauften Film-Soundtrack aller Zeiten, zu hören und spielte mit Whitney Houston den Mehrfach-Platin-Song "I will always love you" ein. Mit dem 55-jährigen Schlagzeuger, Komponisten und Produzenten sprach SZ-Redakteurin Alexandra Ritter über dessen Karriere, sein Lebensmotto – und natürlich den King of Pop.

    Was ich natürlich als Erstes wissen will: Wie war das, als Sie für Michael Jackson gespielt haben?

    Es war unglaublich, definitiv ein Geschenk Gottes. Es war eine wirklich wunderbare Erfahrung. Er war ein erstaunlicher Mensch. Es war ein Segen und eine Ehre, bei zahlreichen Gelegenheiten hinter ihm zu spielen – bei seiner ersten, der "Bad"-Tour, und auch bei seiner "Dangerous"-Tour. Im Laufe seiner "Dangerous"-Tour wurde ich sogar sein musikalischer Leiter. Außerdem habe ich bei dem Song "Say, say, say", den er mit Paul McCartney gesungen hat, gespielt. Es war eine tolle Erfahrung, hauptsächlich mit Michael zu arbeiten. Mit seinen Brüdern, den Jackson Five, habe ich das "Destiny"-Album eingespielt. Aber es gab nichts Besseres, als mit Michael zu spielen.

    Haben Sie auch die spätere "History-World-Tour" mit ihm gemacht?
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ID: 930547
    Nein. Sie wissen, die Zeiten begannen damals hart für ihn zu werden.* Und so ging ich von Michael zu Phil Collins. Ich arbeitete zur Zeit der "History"-Tour also mit Phil Collins und konnte mich dort nicht einfach losreißen, um wieder mit Michael zu spielen. Für Michael zu arbeiten, war sicher eine exzellente Gelegenheit. Aber wenn dich dann einer der besten Drummer auf diesem Planeten fragt, ob du nicht in seiner Band spielen willst, dann ist das ein weiteres Geschenk.

    Kannten Sie Michael Jackson gut?

    Ich kannte ihn so gut, wie ihn jemand kennen kann, der mit ihm gearbeitet hat. Er hatte sein eigenes Privatleben, das du ihm auch lassen musstest. Solche Leute haben nun mal nicht viel Privatsphäre. Aber was ich über ihn wusste, war fantastisch. Meine Kinder verbrachten viel Zeit mit ihm, als wir auf Tour waren. Und Sie wissen, man muss schon viel Liebe und Respekt jemandem gegenüber haben, um seine Kinder bei ihm rumhängen zu lassen.

    Wo waren Sie, als Sie von seinem Tod hörten. Und welcher Gedanke schoss Ihnen da als Erstes durch den Kopf?

    Zu der Zeit war ich in Washington D.C. Ich konnte es zuerst nicht glauben. Denn Michael war ein großer Spaßvogel. Als es erst einmal über die Sender gelaufen war, bekam ich aber einen Anruf von seinem Bassisten Don Boyette, der mit uns die "Bad"- und "Dangerous"-Tour gespielt hat. Er bestätigte mir, dass Michael wirklich gestorben ist. Ich dachte immer: Normalerweise, wenn jemand einen Herzstillstand hat, bedeutet das, sein Herz hat aufgehört zu schlagen, und sie holen ihn wieder zurück. Es ist … Selbst heute: Ich kann es nicht glauben. Es war damals, als würde er uns auf den Arm nehmen wollen, und in Wirklichkeit war er nur da drüben … Auch bei dem Trauer-Konzert hatte man das Gefühl, dass er immer noch in der Arena war. Sein Auftritt war so real, als stünde er auf der Bühne. Aber es war nur Illusion. Ich denke jeden Tag an ihn. Er war einer der besten Entertainer, die wir je hatten. Er hat uns 50 Jahre gute Musik, großartiges Entertainment gegeben. Er war ein exzellenter Geschäftsmann. Alle Dinge, die du brauchst, um im Entertainment-Geschäft zu sein, und noch dazu sein guter Charakter – das sind alles Dinge, bei denen er uns gezeigt hat, wie es geht. Und deshalb versuche ich, an den guten Dingen festzuhalten, die er uns gegeben hat und nicht an den schlechten. Denn das meiste Negative über ihn stammt vor allem vom Hörensagen.

    Sie selbst haben erst mit 16 Jahren angefangen, Schlagzeug zu spielen. Wieso so spät?

    Keine Ahnung. Ich war ein Kind. Meine Eltern wollten, dass ich Gitarre spiele. Also habe ich eine ganze Weile in der Highschool Gitarre gespielt. Aber ich habe damals auch schon ein wenig Drums gespielt. Und das hat mir was gegeben, ich habe die Drums gefühlt. Also habe ich das irgendwann weiterverfolgt, und nun ist es mein Lebenswerk.

    Sie haben für wer weiß wie viele Stars gespielt, darunter Lionel Richie, Sheila E., Bette Midler und Quincy Jones. Und Sie erhielten zwei Grammy-Nominierungen sowie einen Grammy-Award. Was war denn der wichtigste Moment in Ihrer Karriere?

    Den Grammy zu gewinnen. Das ist das Wichtigste, das dir passieren kann, wenn du im Musikgeschäft bist. Das ist so, als wenn du einen Oscar gewinnst. Nur im Musikgeschäft ist der krönende Moment eben der Grammy. Ich bin damit gesegnet, einen für einen Song** gewonnen zu haben, den ich komponiert habe. Das war wirklich phänomenal, denn es war eine immense Arbeit. Es ist schon ein Segen, überhaupt bemerkt zu werden, aber dann auch noch zu gewinnen …

    Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus? Ich habe gehört, Sie basteln an einer CD …

    Ich habe eine Weihnachts-CD draußen. Die heißt "Christmas with Friends". Heute bekam ich eine Nachricht von einem Gentleman aus Los Angeles, dem ich die CD gegeben habe. Er rief mich an und sagte, das sei die beste CD, die er jemals gehört habe. Sie können sie bei I-Tunes runterladen. Ansonsten mache ich immer verschiedene Sachen. Ich bin dabei, mein eigenes Plattenlabel zu starten. Das wird Arosa Records heißen, nach einem Hotel in Paderborn. Dort habe ich meine Liebe gefunden. Es sind also ein paar Emotionen damit verbunden. Als ich das erste Mal nach Paderborn kam, bin ich in dem Hotel abgestiegen.
    Leben Sie inzwischen in Paderborn?

    Nein, nicht offiziell. Aber mein Herz lebt hier. Ich selbst wohne in Los Angeles, Kalifornien.

    Sie haben ein Motto. Das lautet: Mach’ es gleich beim ersten Mal richtig. Das scheint mehr zu sein als nur eine Arbeitseinstellung …

    Ja. Ich versuche immer so effizient und so gut wie möglich zu sein. Wir bekommen immer nur eine Gelegenheit in diesem Ding, das sich Leben nennt. Also müssen wir versuchen, der Beste als Individuum und der Beste für andere zu sein. Denn wir brauchen einander, wo auch immer wir gerade sind. Es geht darum, die Dinge für alle zu verbessern. Danach versuche ich zu leben. Ich versuche auch pünktlich zu sein. Das bedeutet zum Beispiel, wenn die Show um 22 Uhr anfängt, bin ich um 21 Uhr da. Denn bin ich um zehn da und sie beginnt um zehn, bin ich zu spät. Ich versuche also immer, meine Hausaufgaben zu machen. Wenn man etwas gleich richtig macht, muss man es nicht nochmal machen. Das versuche ich auch jungen Leuten beizubringen.

    Sie sind in Salzgitter Dozent beim 22. Internationalen Drummer-Meeting. Geben Sie doch jungen Nachwuchs-Schlagzeugern mal einen Rat: Was können oder müssen sie tun, um so perfekt zu spielen und so erfolgreich zu sein wie Sie?

    Ich kann nur sagen: Seid leidenschaftlich bei allem. Beim Schlagzeugspielen, bei der Schulbildung, bei den Dingen, die ihr liebt. Und übt. Ihr könnt niemals zu viel üben. Ich übe immer, egal, ob es die physische Praxis ist, dass ich die Sticks in den Händen halte, oder ob ich der Musik zuhöre und ihre Zusammensetzung studiere. Aber das Wichtigste ist: Sei leidenschaftlich und leg dich auf etwas fest.

    * 1993 wurden erstmals Vorwürfe des Kindesmissbrauchs laut, die Michael Jackson 1994 mit einer Abfindung von 22 Millionen Dollar aus dem Weg räumte. 2003 geriet er erneut in den Verdacht, sich an Kindern vergangen zu haben. 2005 wurde er in einem spektakulären Prozess in allen Anklagepunkten freigesprochen.

    **1986 erhielt Lawson den Grammy für den Hit "And you know that" der Yellow Jackets, deren Mitbegründer er ist.

    © MJackson.NET
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      Münster - Dieter Wiesner spricht akzentuiert, leise, fast emotionslos. Doch hinter der Fassade sieht es anders aus. Er hat geheult, als er die Nachricht von Michael Jacksons Tod erfahren hat. Sieben Jahre lang war Wiesner Berater, Manager und Freund des mit mehr als 750 Millionen verkauften Tonträgern größten Entertainers der Welt. „Ich war rund um die Uhr für ihn da. Das war für Michael sehr wichtig.“

      Eine Zeit, die den heute 60-Jährigen geprägt hat. Aber auch eine Zeit, die ihn nicht mehr loslässt. „Das Ganze ist noch nicht abgeschlossen. Es sind noch viele Fragen offen“, sagt der Musikmanager auch mit Blick auf den derzeitigen Prozess gegen Michael Jacksons Privatarzt Conrad Murray. Über Wochen soll er dem unter Schlaflosigkeit leidenden Künstler starke Betäubungsmittel verabreicht haben. Am 25. Juni 2009 starb Michael Jackson im Alter von 50 Jahren.

      Wiesner hielt sich gestern für den Auftritt der Londoner Boyband „M4“ beim Bundesligaspiel der USC-Volleyballerinnen in Münster auf. Den Kontakt hatte Jörg Hildebrand, Vater der USC-Spielerin Lea Hildebrand, hergestellt. Vor gut vier Monaten hat Wiesner, der mittlerweile wieder in Deutschland wohnt, das Management der fünf jungen Engländer übernommen. Mit dem Bandnamen schließt sich für Dieter Wiesner ein Kreis: „M4“ steht für den bekannten Londoner Highway M4, in dessen Nähe die Jungs wohnen. Er steht aber auch für „Michael 4ever“ - „Michael Jackson für immer“. Eine Reminiszenz der Bandmitglieder an den King of Pop.

      Zwei Monate vor seinem Tod hat Dieter Wiesner Michael Jackson zum letzten Mal persönlich getroffen. Es war in Los Angeles. Er erlebte einen körperlich fitten Mann. Mental war er jedoch nur noch ein Schatten seiner selbst.

      Von den geplanten 50 Londoner Konzerten „hätte er höchstens drei bis vier durchgehalten. Körperlich war er dazu allemal in der Lage, aber nicht mental“.

      Der eigentliche Niedergang begann schon viel früher, ist Dieter Wiesner überzeugt: Die Fernseh-Dokumentation „Living with Michael Jackson“ des englischen Journalisten Martin Bashir habe „Michael aus der Bahn geworfen“. Der Vorwurf des Kindesmissbrauchs stand - wieder einmal - im öffentlichen Raum. 2003 war das.

      Zwei Jahre später begann der Gerichtsprozess. Wiesner: „Der Beginn des Prozesses war das Ende seiner Karriere.“

      Daran änderte auch der Freispruch nichts mehr. „Danach hat man Michael eingewickelt in die Londoner Konzertreihe. Erst waren zehn geplant, dann sollten es 50 werden.“ Wie sollte Michael Jackson das durchstehen?


      Quelle: westfaelische-nachrichten.de | VON JÜRGEN GRIMMELT ...
      23.01.2011, 12:07
    • JacksonAH
      Michael Jackson, der verwundete Bote - Juristischer Kommentar
      JacksonAH
      von Matt Semino, ESQ. - 18. Juli 2009

      Die Maske endgültig abgelegt, machte ihn ihr tränenvoller Abschied in den Augen von Millionen treuer Fans und selbst skeptischer Kritiker auf der ganzen Welt menschlich. Paris Jackson war der ergreifende Schlußpunkt der Gedenkfeier ihres Vaters Michael. Zugleich waren ihre wenigen Worte eine schmerzvolle Erinnerung an das problematische Erbe, das, wie manch einer verkündet, der größte Entertainer aller Zeiten nach seinem plötzlichen, tragischen und mysteriösen Tod hinterläßt.

      Nach seinem Ableben wirft diese internationale Ikone viele, wenn nicht mehr, unbeantwortete Fragen auf über das alltägliche Leben, das er hinter dem Vorhang seiner privaten Bühne führte.

      Die umfassenden Spekulationen über die tatsächliche Todesursache des Stars reichten von einer versehentlichen Überdosis bis hin zu brisanten Behauptungen einiger Familienang...
      22.01.2011, 15:37
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