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Mein Freund Michael Jackson - von Uri Geller
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Uri Geller, ein guter Freund von Michael, schrieb einen langen Artikel über seine Verbindung zu ihm. Er beschreibt lebendig die gemeinsamen Erlebnisse, seine Erkenntnisse über Michael, über den Glauben und den Friedensprozess in Israel. Uri hat für Michaels Album "Invincible" ein Kunstwerk beigesteuert, das Ihr weiter unten in der Originalfassung sehen könnt - es wurde jedoch vor der Veröffentlichung von Sony Music zensiert. | ||||
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Uri Geller hat MJackson.NET die Übersetzung des
Textes gestattet und grüßt die MJackson.NET Community:
"Michael is magical, he is amazing! Peace and love to you and all of his German-speaking fans, Uri" |
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ug - So wirst du reagieren, wenn man Michael Jackson trifft - das verspreche ich: du erstarrt, du zuckst zusammen, du gehst ab und erstarrst. Bei jedem ist es das selbe - Fans, Berühmtheiten, Journalisten, Kinder, Eltern, Einkäufer, Bedienpersonal, Premierminister, die Bodyguards der Premierminister... Erst schaust du. Michael hat das fesselndste Auftreten aller Männer, die ich bisher sah. Es sind nicht nur das Gesicht und die Klamotten. Es ist die Aura. Aber bevor du das realisiert hast, beginnst du auf ihn zu zulaufen. Instinktiv. Du machst eine Schritt oder zwei und gefrierst. Es ist, als würde man von einer Welle der Erkenntnis getroffen werden, erst trägt sie dich nach vorne und dann stoppt sie dich im Gegenstrom. "Oh mein Gott, es it Michael Jackson" und dann "Oh! Mein Gott. Es ist Michael Jackson...." Ich war in einer großen Eingangshalle eines 5-Sternehotels, als Michael hereinkam, und ich sah die Welle über 70 Leute schwappen - nicht nur die superreichen und die coolen Profis, auch die Pförtner, Empfangsdamen und Hotelpagen. Die Leute, die ihm am nächsten waren, bewegten sich erst, bevor sie dann gefroren. Weiter weg drehten sich die Leute um, fingen an zu laufen und gefroren, während andere in seiner Nähe wieder begannen, sich zu bewegen. Es war wie ein Jahrhundert altes Fragment von Zelluloid, die Lobby wurde plötzlich ruhig und die Luft flackerte, knisterte, als sich die Leute zitternd und torkelnd bewegten. Michael lächelte nur und presste seine Hände als Gruß zusammen. Letzten Monat fuhren wir aus seinem Knightsbridge Hotel in einem Auto mit getönten Scheiben heraus und dort waren auf dem Fußweg 2000 Leute auf einem Haufen. Rund 60 von den Jüngeren brachen aus und rannten zu uns. Ich war besorgt, dass jemand ausrutschen und unter die Räder kommen könnte, aber die waren alle überglücklich. Sie riefen: "Michael, wir lieben dich!" Michael gab ein Zeichen, damit das Auto langsamer fuhr und ließ die Tür offen, lehnte sich aus dem Auto um die Hände seiner Fans anzufassen. "Wir lieben dich Michael!" "Ich liebe euch mehr!" sagte er. Ich hörte es ihn in den nächsten Tagen wieder und wieder sagen. "Ich liebe euch mehr." Wenn Michael zu einer Gruppe Fans geht, die stundenlang warteten, um ihn zu sehen, kann man einige davon fest geschlossen sehen. Sie haben Botschaften für ihn, sie wollen ihm sagen, wie viel er ihnen in ihrem Leben bedeutet, wie sehr seine Musik ihre Musik ist, aber alles was sie tun können, ist ihn anzustarren. Viele bringen handgemachte Geschenke. Bestickte Kissen, eingerahmte Zeichnungen, Gedichte, Kästchen, Kerzen, Nationalflaggen. Er nimmt alles und hält es für einen Moment an seine Brust. Er sagt: "Danke dir, ich liebe dich." Wieder und wieder. Er lehnt keinen Wunsch für ein Autogramm oder ein Foto ab. Letzten Monat bin ich 200 Yards durch strömenden Regen über eine Straße in Oxford mit ihm gelaufen und durchquerte nach der Ansprache vor dem priviligierten Unionspublikum einige Sperren zu einem Haufen von durchnässter und zitternder Fans. Sie hatten keine Tickets bekommen und hatten nun eine bittere Nacht gehabt ohne jegliche wirkliche Hoffnung darauf, Michael für mehr als einen Moment nah zu sein. Aber sie (nicht die Kuriositäten-Jäger in dem Unionsgebäude) waren die wahren Fans. Michael liebt seine Fans wirklich. Wenn er ihnen das sagt, tut er dies nicht in einer oberflächlichen Weise wie die meisten Popstars es tun, wenn sie es von der Bühne runter rufen. Er meint es auf diese Weise - als Michael diese Nacht durch den Regen lief, stützte er sich auf Krücken mit 2 gebrochenen Knochen in einem Fuß, der in einen Verband eingewickelt war. Als wir zur Limousine zurückkehrten, presste er das dreckige, eisige Wasser aus den Verband heraus auf ein paar Zeitungen auf dem Boden. Ich legte meine Hände auf seinen schmerzenden Körper und lies Energie durch mich fließen, um Michaels eigene Heilungskräfte zu aktivieren. Mit einem entspannten Ausdruck in seinem Gesicht lehnte er sich zurück, seine Augen schloß er, vollkommen von der Möglichkeit überzeugt, dass Heilung schon bei positivem Denken beginnen kann. Die Geschenke der Fans sind in Michaels Hoteltzimmern ausgestellt. Egal,
wo er ist - seine Lieblingsgeschenke sind ausgestellt. Und er ist viel
unterwegs, selbst zwischen verschiedenen Plätzen in derselben Stadt.
Er hat viele Lieblingsgeschenke. Er verwendet sie fast als Zeichen, Erinnerung
der Zuneigung von Menschen, die Ich sah wie freundlich er war, als zwei raffinierte deutsche "Über-Fans" in mein Haus an meinem Hochzeitstag kamen. Michael sollte Trauzeuge sein, obwohl weder er noch der Rabbi, Shumley Boteach, aufgetaucht waren, als die Zeremonie beginnen sollte. Mein Manager, Shipi, welcher auch mein Schwager ist, hatte Sicherheitleute im ganzen Umkreis des Geländes angeordnet. Wir erduldeten ein halbes Dutzend Paparazzis, die ihre Linsen wie Kanonen über der Hecke aufstellten, die das Haus von der Themse abschirmt. Und dort hockten ein paar Mädchen auf den Bäumen am Flussufer, konnten nichts als das Zelt und den Helikopter sehen. Ein oder zweimal schwebte der Zauberer David Blaine für Interviews hinaus - ich meine schweben und wenn man David Blaine bisher noch nicht schweben gesehen hat, wartet ein wahrer Schock auf einen selbst. Viele Gäste kommentierten, ich hätte nervös gewirkt - ich war es, aber nicht wegen dem Heiraten. Hanna und ich sind seit 30 Jahren zusammen und ich fühlte mich ziemlich bereit für die Verpflichtungen. Was mich beunruhigte, war ein Anruf von einer israelischen Quelle, um mich vor einem möglichen Anschlag auf die Hochzeit zu warnen. Ich nahm die Warnung sehr ernst und traf alle Vorbereitungen. Scotland Yard verwies mich auf die lokale Polizei, die umgehend zwei Polizisten schickte, um den Tag zu besprechen. Es waren, abgesehen von Michael, noch einige andere international berühmte Leute da: Formel 1-Sieger Nigel Mansell, Sir David Frost, Dave Stewart von den Eurythmics, der Horror-Autor James Herbert, Didos Produzent Youth, nicht zu vergessen ein israelischer Konsul und der japanische Botschafter... Jeder Terrorist, der sich einen Namen hätte machen wollen, hätte einfach mit einer automatischen Waffe das Feuer auf die Leinwände des Zeltes eröffnen können. Mein Helikopterpilot hatte die Anweisung jeden, der von einer Waffe verwundet wurde, ins nahe gelegene Royal Berkshire Krankenhaus zu fliegen. Ein Arzt stand in Bereitschaft, welcher sich, unbemerkt von den Gästen, im Hauptgebäude aufhielt. Michaels persönlicher Arzt begleitete ihn. Die meisten der Fans waren, ohne an Terroristen zu denken, außerhalb der Haupttore. Ein gleichmäßiger Strom an Gästen fuhr vor und diese gaben dann ihre Namen bei den Sicherheitsleuten an. Die Deutschen, ein Junge und ein Mädchen, waren klever und unverfroren - sie belauschten ein Paar, das seinen Namen angab, gingen dann für 20 Minuten fort, kamen dann wieder und gaben sich unter diesen Namen aus. Shipi sah sie unsere lange Auffahrt runterlaufen. "Wer ist das?" fragte er nervös nach, aber als die Deutschen bereits drin waren, wollten wir keine Szene machen. Nicht vor den Paparazzis. Nicht an meinem Hochzeitstag. Wenn diese beiden bereit wären, sich zu benehmen...und das wollten sie, jedoch baten sie darum, nahe genug heranzudürfen, um Michael "hi" sagen zu können, wenn die Zeremony beendet wäre. Michael tat mehr, als "hi" zu sagen. Er winkte sie zu sich, umarmte jeden sanft, nahm ihre Geschenke wohlwollend in Empfang und posierte vor ihren Kameras. Er sagte, er würde ihre Freundschaft wirklich sehr schätzen, bedankte sich, dass sie so ein Risiko auf sich nahmen, um ihm Geschenke zu bringen und lächelte beiden zu. Jetzt seid ihr vielleicht zynisch gegenüber Michael Jackson. Ihr seid vielleicht von den sehr erfinderischen Diskussionen beeinflusst, die sich in seiner Karriere festgebissen hatten. Vielleicht seid ihr voreingenommen von seinem Auftreten - ihr solltet euch jedoch besser fragen, warum ihr euch dazu berufen fühlt, die Hautfarbe oder das Aussehen von jemandem zu kommentieren, wenn ihr sonst behauptet, niemandem wegen seiner Hautfarbe oder dem Gesicht zu verurteilen. Man denkt vielleicht, ich würde ihn als eine Art Heiligen darstellen, während die Schmierblätter im Supermarkt darauf erpicht sind, euch das Gegenteil glaubhaft zu machen. Ich möchte mich nicht mit euch streiten. Michael hat während seiner Karriere gelernt, diese Verleumder zu ignorieren. Ich weiss, was es heißt, falsch beurteilt und beleidigt zu werden, von Leuten ausgelacht zu werden, die nicht nachdenken und nicht wissen, was sie da sagen. Aber ich danke Gott, dass der Schmutz, der über die Jahrzehnte auf mich gerichtet war, nichts im Vergleich zu dem ranzigen Dreck war, der auf Michael geschleudert wurde. Ich fühle nichts als Verachtung gegenüber diesen Leuten, die solche Behauptungen aufgestellt haben, nichts als Mitleid mit den Menschen, die leichtgläubig genug sind, ihnen zu glauben. Ich werde es so sagen: wie viele andere Menschen, heute oder in der ganzen Geschichte, haben die charismatische Kraft besessen, Leben mit einem Lächeln zu ändern? Segen zu geben, eine Person fühlen zu lassen, tief und vollkommen gesegnet zu sein? Wie viele andere Menschen haben ihre Geschenke so unkorrupt und mit solcher Großzügigkeit behalten? Es gibt vielleicht ein paar Namen in euren Köpfen, aber ich würde niemals einen Vergleich mit Michael machen. Ich werde es euch selbst überlassen. Lasst es eine Art Test sein, wie aufgeschlossen ihr sein könnt. Die meisten Leute, die viel Ruhm erlangt haben, erleben diese Kraft, dieses unerwartete Geschenk Gottes, die Menschen zu inspirieren. Michael hat sie in einem außergewöhnlichen Maße und dies ist teilweise dadurch begründet, dass es so lange seine Aufgabe war, es zu tun. Viele Sportler oder Rockstars verlieren es nach einem oder zwei Jahren, genauso wie ihr Ruhm verblasst. Oder sie stoßen sie von sich weg, ohne sie zu verstehen. Oder sie nehmen dummerweise an, es würde sie vor den verheerenden Auswirkungen ihres Alkohol- und Drogenkonsums beschützen. Michael behandelt dieses Geschenk mit Ehrfurcht, als wäre es eine Heilkraft... was es auch ist. Ein Lächeln von Michael kann den Geist heilen. Er hat ein engelhaftes Talent, die Wörter auszuwählen, die das Herz berühren. Ich schätze die Inspiration, die er mir auf einem Foto gab, denn er schrieb einfach ohne zu zögern: "Für Uri, du bist wirklich von Gott gesandt. Die Welt braucht dich - ich brauche dich. Michael". Wenn ich auftrete, besonders wenn ich immer wieder Löffel verbiegen soll, fühle ich mich danach erschöpft. Es ist nicht die Müdigkeit, die von harter Arbeit oder langem Studieren oder zu vielen Partys kommt - es ist eine Entkräftung, als hätte ich pure Energie herausgeschwitzt und alle meine Nervenenden sind geschwollen und hager. Ich schlafe oft hinten im Auto. Wenn er erschöpft ist, meditiert Michael. Nachdem die Hochzeit vorbei war und alle Hochzeitsbilder gemacht wurden, fragte er mich nach einem Zimmer in meinem Haus, in dem für 20 Minuten alleine sein dürfte. Michael ist kein gebrechlicher Mann, trotz dem, was man vielleicht gelesen hat - er ist groß, gelenkig und seine Hände sind so groß wie die eines Tennisspielers. Aber zu diesem Zeitpunkt sah er aus wie der Finalist nach fünf Sätzen auf dem Wimbledon Centre Court. Er brauchte innere Ruhe. Ich schickte ihn in unseren Familienraum, mit seinen Tischen voll Kristall-Globen und Pyramiden und dem lebensgroßen Holzbildnis von Elvis in seiner Rhinstone-Phase und ließ ihn meditieren. Vielleicht kam der Geist von Elvis zu ihm - der Popprinz war schließlich einmal der Schwiegersohn des Kings. Als er wieder erschien, wirkte er nach wie vor müde, aber konzentrierter.
Michaels Familie war berühmt dafür, religiös zu sein - sie waren Zeugen Jehovas und Michael verkleidete sich hin und wieder, um bei seinen gleichgesinnten Gläubigern mitzumachen, als sie von Haus zu Haus gingen und Menschen zum Nachdenken über Gott einluden. Als erwachsener Mann, bewegte er sich jenseits von den Glaubensbekenntnissen - sein Bezug war nicht zur Religion, sondern zum Spiritismus. Das gibt ihm Kraft, aber ich denke es ist die Freude im Leben, die ihm seine Vitalität erhält - dies und ein weiterer Faktor, den ich gleich beschreibe. Er hat viel Spaß, kindlichen Spaß. Nicht einfach nur kindisch, aber totalen Spaß. Er kichert viel. Er hat viel Sinn für Schabernack. Michael wurde erst aufmerksam auf mich, als er als Teenager seine Schulbücher lass. Wir wurden durch Mohammed Al Fayed einander vorgestellt, dessen englische Aussprache manchmal etwas variabel ist, aber dessen Gewandtheit im Fluchen in jeder Sprache unübertroffen ist. Selbst Ungaren fluchen nicht so enthusiastisch wie Mo. Ich denke, er wird durch die Anwesenheit von Leuten angespornt, die wahrscheinlich leicht beleidigt sind, wie kleine alte Damen oder Adelige. Oder Popadel - wenn Mo anfängt vor Michael zu fluchen, wird die Schimpfkampagne durch vergnügtes Kichern und durch: "Oh, Mohammed! Ohhhh, Mohammed!" unterbrochen. Er liebt technische Spielereien. Zeig ihm eine Uhr, die via Satellitenverbindung zur Atomuhr gestellt wird oder einen digitalen Notizblock mit eingebauter Kamera oder ein Mobiltelefon mit Scanner, und er ist wie ein kleiner Junge: "Das ist cool, ich liebe das, kann ich es haben? Ich meine, nur um damit zu spielen." Er umgibt sich selbst mit lauter kindlichen Sachen - Bilder von Delphinen und Sonnenuntergängen, große Teddies und Modellautos. Er interessiert sich nicht so sehr für Sport, obwohl er sehr fit ist - wie ein professioneller Tänzer. Und er ist für den neubeworbenen Fulham-Club - so leichtfertig, wie viele Teenager sagen, dass sie zu Machester United halten, obwohl sie die Regeln nicht wirklich verstehen oder sich nicht an die Ergebnisse erinnern, aber glücklich sind, mit der Mannschaft, die immer gewinnt, verbunden zu sein. Außerdem gehört Fulham natürlich einem seiner Freunde - Mo [Mohammed Al Fayed - Anm.d.Übers.] nahm ihn mit zu einem Spiel und sie saßen da mit Fulham-Schals und -Kappen. Michael hat unendlichen Respekt gegenüber Prinzessin Diana, die tragisch mit Mo's Sohn Dodi starb, den Michael verehrte: sie arbeiteten zusammen an einem Film. Michaels Hotelräume sind stets mit Filmplakaten und 8 Fuß großen Pappfiguren dekoriert. Anakin Skywalker schaut aus den Falten von Darth Vaders Umhang heraus, E.T. radelt über den Vollmond. Beim ersten Mal, als ich ihn in New York besuchte, mieteten wir ein Sony-Kino und sahen 'Die Matrix', weil es da eine von mir inspirierte Sequenz gibt, wo Kinder Keanu Reeves lehren, Löffel mit der Kraft des Geistes zu verbiegen. Michael brachte Popcorn und Süßigkeiten, und sein kleiner Sohn Prince tobte zwischen den Sitzen herum. Er stoppte alle paar Augenblicke, um mich mit seinen leuchtenden intelligenten Augen zu fixieren und etwas zu fragen. Nach etwa der Hälfte des Films rutschte Michael aus seinem Sitz. Ich sagte nichts und dachte, dies war vielleicht seine Art, einen Abschiedsmoment zu vermeiden. Aber nach vier oder fünf Minuten drehte ich mich um und sah ihn schemenhaft unter den Lichtstrahlen des Projektors. Tanzend. Moonwalkend zu dem Soundtrack, abgehoben in einer raffinierten Kombination aus Drehungen und ruckartigen Bewegungen. Jeder hätte sofort sehen können, dass das Michael Jackson war. Niemand sonst auf Erden bewegt sich so. Er nahm mich mit in sein Studio, die 'Hit Factory'. Es ist nicht sein eigenes, er mietet es bloß, aber wenn Michael in den Aufnahmebereich geht, wird es zu seinem. Er beherrscht das Studio, aber anders, als er ein Publikum überwältigt. Das ist Geschäft, und das ist der zweite Faktor, seine Jugend nachzuholen. Michael ist seiner Musik absolut ergeben. Er arbeitet mit Leidenschaft an ihr, mit einer Hingabe, die mich überrascht hat, als ich es zum ersten Mal sah. Ich hatte absichtlich meine vorgefaßte Meinung über diesen Mann über Bord geworfen. Ich kannte sein Leben und seine Musik schon als ich noch Fallschirmjäger war und später, das ist jetzt 30 Jahre her, als Paranormalist israelische Truppen mit meinen Shows unterhalten habe. Diese ganzen Second-Hand-Infos halfen mir nicht, den wahren Menschen zu erkennen. Aber - nach einigen wenigen persönlichen Treffen und einer Reihe von immer tiefergehenden Telefongesprächen - habe ich nicht vorhergesehen, dass er im Studio eine derart ausdrucksvoller Künstler und starke Persönlichkeit sein kann. Seine Einstellung strahlt aus ihm wie eine Aura. Schreiben, Auftreten, Mixen, Arrangieren - er hat das Kommando. Immer eine zuversichtliche Person, die sagt, was sie meint, obwohl er es leise sagt. Im Studio erreicht seine Zuversicht eine völlig andere Ebene. Er ist bestimmend. Und nichts stellt ihn mehr zufrieden als ein ehrliches Lob eines anderen Musikers. Michaels Gesicht strahlte, als ich ihm erzählte, dass Justin Hayward, Guru der Moody Blues, mich extra von seiner Heimat in Frankreich anrief, um mir eine Mitteilung zu geben, die ich an Michael weiterleiten sollte: 'Du hast nie eine Platte gemacht, die weniger als ausgezeichnet war' sagte er, 'und das ist fast einmalig unter Künstlern, die so lange dabei sind.' Ich denk, er war stolz, weil er wusste, dass es stimmt. Es gibt nicht eine schlechte Platte. Vielleicht nicht mal einen schlechten Song. Einfach ein Katalog ewiger Klassiker. Ich bin stolz auf mich, weil Michael meine Zeichnungen genug mochte, um ein kleines Kunstwerk für das Booklet seiner nächsten CD in Auftrag zu geben. Und ich war total geschmeichelt, als er mich fragte, die Bänder aus dem Studiotresor anzuhören. Es war nicht das erste Mal, dass ich auf diese Art mit Super-Künstlern
gearbeitet habe. John Lennon und ich kamen uns nah in den Siebzigern, ich wohnte einen
Block von ihm entfernt in New York und wir wollten uns einmal im Monat
im Geheimen treffen, um über UFO's zu sprechen. Ich machte Michael mit meinem Freund Rabbi Shmuley Boteach bekannt, der mit mir ein Buch mit Briefen schrieb -'The Psychic And The Rabbi'. Zusammen namen wir Michael mit zur Carlebach Shul in New York, es war sein erster Besuch in einer Synagoge. Wir fanden das passend, weil Rabbi Carlebach berühmt für seine Musik und seinen Gesang war. Der jüdische Gottesdienst ist voll von Liedern, und Michaels Gesicht musste man sehen, als er mit der Musik ging und klatschte. Ich sah den gleichen Ausdruck in seinen Augen, als ich ihn kurz unter der Chupa, dem traditionellen jüdischen Hochzeitsbaldachin, ansah, als unsere Gäste Hanna und mich auf ihre Schultern nahmen. Während des Gottesdienstes in der Synagoge war es, als ich zu verstehen begann, wie Michaels Gabe sich so großzügig verbreiten konnte. Shmuley hatte die gleiche Idee. Als er mit seiner Frau und den sechs Kindern (inzwischen sind es sieben) von New York nach Oxford, England, reiste, konnte der Rabbi seine besondere Gabe für praktische Energie einem guten Zweck zuführen - zusammen gründeten sie die Hilfsorganisation 'Heal The Kids'. Mein Konzept war abstrakter. Gequält vom Zerfall des Friedensprozesses im Heiligen Land wollte ich die beinahe übernatürliche Aura, die von Michael ausgeht, wenn er seinen Fans Hoffnung und Freude gibt, einfangen und wie ein Leuchtfeuer über Israel scheinen lassen. Ich hatte keine Idee, wie das möglich gemacht werden könnte - ich konnte keine Welt ergründen, in der Soldaten auf Kinder schießen, die Autos mit Steinen bewerfen oder Heckenschützen, die auf Babys zielten, während Millionen Menschen aller Rassen, Religionen und Hautfarben auf anderen Kontinenten einen Mann liebten, der ihre Zuneigung derartig intensiv zurück gab. Dieser Gegensatz war erschütternd für mich. Jeder in Israel hatte von Michael gehört, sein Konzert vor ein paar Jahren war sofort ausverkauft. Jeder würde mit einem einzigen Blick das Bild seines Tanzes hinten in diesem Kino erkannt haben. Warum also seine Gabe des Friedens daran hindern, auch in Israel zu wirken? Ich erinnerte mich an einen Stein, den ich in der Sinai-Wüste nahe des St. Katerina Klosters gefunden hatte, als mein Vater und ich während des Sechs-Tage-Krieges einmal dort hinaus gefahren waren. Ich erholte mich von meinen Wunden, die ich in Ramallah erlitten hatte, und ich glaube, mein Vater war dieses Mal stolz auf mich, was er vorher nie gewesen war - mein Vater war ein Berufssoldat. Wir versuchten uns den Platz vorzustellen, wo Gott zu Moses aus der Mitte eines brennenden Busches gesprochen hatte. Ich spürte, dass ich den Ort gefunden hatte - und ich kann noch fühlen, dass Moses' Fuß auf diesem dreieckigen Stück Fels geruht haben könnte. Wir stemmten es aus dem Boden, pusteten den Sand herunter und trugen es zum Jeep. Wir fuhren zurück nach Jerusalem, und an der Westmauer platzierte ich den Stein auf dem Boden. Wann auch immer ich in die Stadt zurückkehre, gehe ich hin, um nach dem Stein zu sehen. Aber nach der Carlebach Schule ging ich zurück, um mehr als nur zu schauen. Shipi überredete einen Wachposten, wegzusehen, während ich den Brocken zum zweiten Mal aus dem Boden holte und in einen Koffer packte. Ich möchte euch nicht von all den Schwierigkeiten beim Transport durch El Al's Sicherheitsgürtel und danach dem US-Zoll erzählen, aber irgendwann befürchtete ich ernsthaft, der Stein würde in Stücke zerbrechen. Schließlich legte ich ihn in einem gelben Taxi neben mich und rief Michael an, um ihm anzukündigen, dass ich ihm ein Geschenk bringen wollte. Ich nannte es den Stein des Friedens. Mehr als ein Jahr später, als Shmuley und ich für Fotos mit Michael und dem Premierminister von Israel, Ariel Sharon, posierten, begriff ich, dass wir den Stein des Friedens zum Grundstein für unsere eigene Friedensmission gemacht haben könnten. Das Treffen mit Arik war völliug unerwartet - ich war mit einem Freund aus der Schweiz in seinem Apartment in Manhattan, als sich der Ort plötzlich mit Security füllte... die Art von Security, die nur bedeutende Personen aus dem mittleren Osten hervorbringen konnten. Mein Freund scherzte mit einem Bodyguard: "Wer kommt denn nach oben? Arafat und Sharon?" "Nur Sharon," war die Antwort. Eine zu gute Chance, um es zu verpassen. Ein zu guter Zufall. Ich glaube, diese sonderbaren Zufälle sind für uns geplant, vielleicht schon Millionen Jahre im Voraus von einer Intelligenz, die wir nicht mal ansatzweise begreifen können. Und ich sah wieder Michaels magische Arbeit. Selbst die Bodyguards bewegten sich mit. Selbst der Premierminister schaute auf, streckte sich nach vorn, verharrte und bewegte sich weiter (Uri beschreibt die Tanzbewegungen, Anm. d. Übers.). Ich sah die Gedanken, die ihm ins Gesicht geschrieben waren: "Michael Jackson! Das ist Michael Jackson!" Ich wusste dann, dass Michaels Gabe auch auf die Kriegsparteien im Heiligen
Land wirken könnte. Wir planen einen Besuch im Juni oder Juli dieses
Jahres, um den Präsidenten Israels und den König von Jordanien
und Marokko zu treffen. Ich habe die Hoffnung, dass auch Arafat und die
Hisbollah-Führer einverstanden sein könnten, sich mit uns niederzusetzen.
Wir wollen niemanden zu Verhandlungen bewegen - wir sind keine Diplomaten
oder Politiker, keine Wunderbringer. Alles, was wir tun können, ist
zu hoffen, dass die Musik, der Rythmus und die Kraft von Pop wirklich
als Wunder wirken können, wo Politiker und Religionsfanatiker jeden
Tag tragisch irren. Nicht nur wir brauchen dieses Friedenswunder, nach
all dem - es sind unsere Kinder und ihre ungeborenen Kinder, und all die
Lieder, die sie singen werden. *** © Uri Geller, 2001 Englische Originalfassung: www.urigeller.com Übersetzung: © MJackson.NET (Christin Lucas) |
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